Umweltkonzept der GGS


Die Entwicklung eines Bewusstseins für einen auf Dauer verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt ist neben politischen und wirtschaftlichen Reformen notwendig, damit unsere Gesellschaft langfristig existenzfähig bleibt (Breidenbach, R., Herausforderung Umweltbildung, Bad Heilbrunn 1996).

Deshalb sollte die schulische Umwelterziehung nicht allein durch intellektuelle Wissensvermittlung geprägt werden, sondern die emotionale Einstellung gegenüber der Natur und allem Lebendigen prägen.
Kinder sollen lernen, dass ihr Handeln die Umwelt beeinflusst (sowohl positiv als auch negativ) und sie somit für eine Erhaltung einer gesunden Umwelt mitverantwortlich sind. Den Erwachsenen kommt dabei die Aufgabe zu, ein glaubwürdiges Vorbild zu sein und das kindliche Verantwortungsgefühl zu bestärken.

Grundlegende Aspekte der Umwelterziehung
Alle LehrerInnen und pädagogische MitarbeiterInnen haben Vorbildfunktion für umweltbewusstes und umweltliebendes Verhalten.
Curriculare Vorgaben, im Hinblick auf die Entwicklung eines Umweltbewusstseins, werden klassen- und fächerübergreifend umgesetzt.

Müll trennen
Jede Klasse trennt ihren Abfall in Papier- bzw. Restmüll. Die in jeder Klasse vorhandene Sammelkiste für Papiermüll wird vom jeweiligen Klassendienst zu den Papiertonnen transportiert und dort entleert.

Müll sammeln
Der Schulhof wird nach Bedarf durch zuständige Sammeldienste einzelner Klassen von herumliegendem Abfall gesäubert.
In einer zentralen Sammelstelle in der Schule (Sammeldrache) werden gebrauchte Druckerpatronen , Batterien, alte Handys, etc. gesammelt.
Jährlich wird, initiiert durch den Elternverein der Schule, eine Altpapier-Sammlung in Fröndenberger Haushalten durchgeführt, dessen Erlös der Schule zukommt.

Müll vermeiden
Die Kinder benutzen von Beginn an wieder verwendbare Aufbewahrungsdosen für ihre Schulbrote und entsprechende Flaschen für mitgebrachte Getränke. Viele SchülerInnen sind ebenfalls AbnehmerInnen der Pfandflaschen für die Schulmich-Bestellung.

Außerdem haben die einzelnen Klassen Wasservorräte in Form von Pfandflaschen, aus denen sich jedes Kind mit seinem persönlichen Trinkbecher bedienen kann. Zusätzlich ist ein zentraler Wasserspender geplant, aus dem in entsorechende Behältnisse Wasser gezapft werden kann und der in der Milchküche untergebracht werden soll.

Ein bewusster und sparsamer Umgang mit Papiertüchern wird immer wieder thematisiert.

Lärm vermeiden
B
elastung durch Lärm ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und stellt als allgegenwärtiges Problem für den Menschen eine der stärksten Umweltbeeinträchtigungen dar. Der alternierende Einsatz der vorhandenen Lärmampel schafft bei den Kindern ein Lärmbewusstsein, das den Lärmpegel reduziert und damit die Konzentration aller, am Lernprozess beteiligten, verbessert.

Gemeinsam erarbeitete Regeln für das Verhalten außerhalb der Klassenräume und im Schulgebäude beinhalten auch das Bemühen um einen möglichst niedrigen Geräuschpegel.

Energie einsparen:
In den Klassen wird auf „richtiges“ Lüften während des Unterrichtstages geachtet, sowie darauf, dass die Beleuchtung ausgeschaltet wird, sobald die ganze Klasse den Raum verlässt. Sparsame und umsichtige Benutzung des Leitungswassers wird immer wieder thematisiert. Eine neu gedämmte Außenfassade, sowie das ebenfalls neu isolierte Dach, sorgen in Kombination mit der ebenfalls neuen Heizanlage (Blockheizkraftwerk) dafür, dass weitere Energie eingespart wird.

Energie erzeugen
Als Beispiel für die immer wichtiger werdenen Erneuerbaren Energien, befindet sich auf dem Dach der Gemeinschaftsgundschule seit vielen Jahren eine Photovoltaikanlage (Solarzellen wandeln dabei Sonnenlicht in elektrischen Strom um, der dann ins öffentliche Netz eingespeist und vom zuständigen Netzbetreiber entsprechend vergütet wird). Eine Erweiterung der Anlage ist angedacht.

Sonnenwiese als „Grünes Klassenzimmer“
Die Sonnenwiese ermöglicht einen direkten Kontakt zur Natur, der für viele Kinder besonders wichtig ist, da sie zunehmend in Beziehungslosigkeit zu ihrer unmittelbaren natürlichen Umgebung leben. Im Vordergrund steht dabei das unmittelbare Erleben und Begreifen (hören, sehen, riechen, schmecken, tasten) der Natur. All diese Erfahrungen sind die Grundlage für das Verständnis ökologischer Zusammenhänge. Die Kinder entdecken dabei handelnd die biologische Vielfalt, erkennen die für das Leben grundlegenden Stoffkreisläufe und lernen Zeiträume in der Natur zu überblicken.
Themen, die die Natur betreffen werden
in „Draußen-Lernzeiten“ praktisch umgesetzt bzw. durchgeführt.

Weitere Ziele
Alle SchülerInnen sollen möglichst umweltschonende Unterrichtsmaterialien wie lösungsmittelfreie Klebstoffe, Hefte aus Recycling-Papier, wieder auffüllbare Schreibgeräte etc., benutzen.
Für Schulkopien wird Recycling-Papier verwendet.