Sonderpädagogische Förderung

Sonderpädagogik

...in der Schuleingangsphase

In der Schuleingangsphase werden alle Kinder nach ihren individuellen Voraussetzungen gefördert.  Um dies zu gewährleisten, werden alle Klassen ab der ersten Woche im Sinne des Vier-Augen-Prinzips zusätzlich von einem Sonderpädagogen, einer Sonderpädagogin begleitet. Durch den unmittelbaren Austausch mit den KlassenlehrerInnen wird gewährleistet, dass eventuelle (Lern-)Schwierigkeiten früh erkannt und schnell passende Diagnose- und Fördermaßnahmen ergriffen werden. Hierbei steht die Sonderpädagogin/der Sonderpädagoge der KlassenlehrerIn beratend zur Seite und unterstützt bei der Planung des Unterrichts. So wird vermieden, dass aus kleinen Problemen große Schwierigkeiten werden. 
Ein weiterer Schwerpunkt der sonderpädagogischen Arbeit in der Schuleingangsphase ist die enge Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten. Sobald präventive Förderung notwendig erscheint, werden die Erziehungsberechtigten hierzu umfangreich informiert und zu regelmäßigen Gesprächen eingeladen. Dieser interdisziplinäre Austausch von Eltern, KlassenlehrerInnen, Sonderpädagogen/-innen und ggf. Schulsozialpädagogen/-innen und Schulsozialarbeitern ermöglicht die Gestaltung eines Unterrichts, der allen Schülerinnen und Schülern größtmögliche Lernerfolge ermöglicht.

... in der dritten und vierten Klasse
Auch hier steht die Sonderpädagogin/der Sonderpädagoge allen Klassen- und FachlehrerInnen beratend zu Seite. Weiterhin beteiligt sich die Sonderpädagogin/der Sonderpädagoge an der Unterrichtsplanung und ist verantwortlich für die Förderplanung und Auswahl der passenden Lehrmittel, stets in Absprache und Kooperation mit den unterrichtenden Lehrpersonen.


Zieldifferenziertes Lernen
Förderschwerpunkt "Lernen"
Haben Kinder Schwierigkeiten beim Erlernen der Schrift und der Grammatik, beim Lesen und/oder Rechnen, werden sie möglicherweise im Förderschwerpunkt "Lernen" zieldifferent unterrichtet. Die Kinder arbeiten genau ihren Fähigkeiten entsprechend an Aufgaben, die ihnen einen optimalen Lernzuwachs ermöglichen. Das Erreichen begabungsgerechter Abschlüsse ist das vorrangige Ziel.
Sie bleiben dabei in ihrem Klassenverband, lernen gemeinsam mit gleichaltrigen Kindern, beteiligen sich sach- und fachgerecht am Musik- Sport- oder auch Sachunterricht. Die Mitschülerinnen und Mitschüler profitieren ebenfalls vom gemeinsamen Lernen. Sie erfahren, dass alle Menschen unterschiedliche Begabungen haben und unterschiedlicher Unterstützung bedürfen. Insgesamt gewinnen alle Kinder durch die große Differenzierung des Materials für die Klasse.


Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung"

Kinder mit einer geistigen Behinderung zeigen unterschiedliche Fähigkeiten und Kompetenzen in den verschiedenen Entwicklungsbereichen. Sie benötigen besondere Hilfen bei der Entwicklung von Wahrnehmung, Sprache, Denken und Handeln sowie Unterstützung zur selbständigen Lebensführung und bei der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit.
Auch Schülerinnen und Schüler mit einer geistigen Behinderung werden nach einem individuellen Förderplan unterrichtet, und dieser orientiert sich stets an den eigenen Fortschritten. Der persönliche Lernzuwachs steht im Vordergrund. Hinzu kommt das lebenspraktische Lernen, das den Kindern hilft, sich im Alltag zurecht zu finden und systematisch auf das selbstständige Leben vorbereitet zu werden.

Zielgleiche Förderung
Förderschwerpunkt "emotionale und soziale Entwicklung"
Kinder mit Unterstützungsbedarf im sozialen und emotionalen Lernen werden ebenfalls an der Gemeinschaftsgrundschule unterrichtet und individuell nach ihren Bedürfnissen gefördert. Schülerinnen und Schüler mit einem Förderbedarf im Bereich des Verhaltens haben oft Schwierigkeiten, ihre Umwelt angemessen wahrzunehmen, oder werden durch familiäre oder soziale Probleme überfordert. So ziehen sie sich in sich selbst zurück oder reagieren mit Aggressionen oder Clownerien. Dadurch werden sie meist von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern abgelehnt. So benötigen diese Kinder und Jugendlichen Hilfen, um ihre Umwelt anders wahrnehmen zu können, angemessene Verhaltensweisen und ein positives Selbstwertgefühl aufbauen zu können. Wöchentlich erhalten sie Rückmeldung zu ihren Lernfortschritten und werden an der Zielsetzung ihrer Förderpläne beteiligt. Der regelmäßige Austausch zwischen Elternhaus und Schule ist selbstverständlich. 

Um die Notwendigkeit des sozialen Lernens der ganzen Klasse zu verdeutlichen, wird in jeder Klasse der Klassenrat durchgeführt. Hier lernen die Kinder, sukzessiv ihre Probleme miteinander selbst zu klären und unter Anleitung einer Lehrerin/eines Lehrers Lösungen zu finden und Wiedergutmachung zu leisten. Die Lernchancen für Kinder mit dem Förderschwerpunkt "Soziale und emotionale Entwicklung" sind hier besonders groß. 

Förderschwerpunkt "Sprache"
Auch Kinder mit dem Förderschwerpunkt "Sprache" besuchen unsere Schule. Diese werden ebenfalls zielgleich unterrichtet und erhalten eine besondere Unterstützung. Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Bereich Sprache sind in ihrer Kommunikation beeinträchtigt. Oft fällt es ihnen schwer, mit Anderen sprachlichen Kontakt aufzunehmen, ihre Gedanken, Wünsche und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die Beeinträchtigungen im sprachlichen Bereich können auch Auswirkungen auf die personale und soziale Entwicklung, das schulische Lernen und das individuelle Erleben haben. 
Der Unterricht für die betroffenen Kinder in den Klassen 1 bis 4 ist vor allem auf die Sprachförderung ausgerichtet. Ziel ist es, die Freude am Lernen zu erhalten und Misserfolge zu vermeiden. Besonders wichtig ist der Erwerb der Schriftsprache in Verbindung mit rhythmisch-musikalischer Erziehung, mit darstellenden Spielformen und durch die Verbindung von Bewegung, Handeln und Sprache.

Sozialtraining

In allen Klassen wird ein Sozialkompetenztraining von qualifizierten Trainern durchgeführt. Dabei ist das vorrangige Ziel, aus der Klasse eine Gemeinschaft zu machen, in der Gewalt und Aggression keinen Platz haben. Die Schülerinnen und Schüler lernen spielerisch miteinander friedlich auszukommen, Konflikte mit Worten zu klären und im Team zusammenzuarbeiten.
Respekt und Achtung sind Schlüsselbegriffe, die mit der Klasse erarbeitet werden. Die Verschiedenheit der Schüler und Lehrer wird als gewinnbringende Grundlage genutzt.