Sprachförderung

Inklusion ist an der Gemeinschaftsgrundschule ein gelebter Begriff. Vielfältige unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote tragen zum Gelingen bei. Auch Kinder mit Zuwanderungsgeschichte profitieren davon. Einen wichtigen Baustein bildet die Sprachförderung. Sie beruht auf einem ganzheitlichen Gerüst, das den nachhaltigen Erfolg (= Steigerung der Sprachkompetenz) in den Blick nimmt.

Neben einem sprachsensiblen Unterricht in allen Unterrichtsfächern sowie der gezielten individuellen Förderung im gemeinsamen Klassenunterricht lernen unsere Kinder zusätzlich in Kleingruppen (auch mit ehrenamtlichen pensionierten Lehrerinnen). Es werden beispielsweise Regelmäßigkeiten und Auffälligkeiten der deutschen Sprache durch wiederkehrende Strukturen (Reime, Lieder, Sprachspiele, Bilderbücher) erarbeitet (erst mündlich –  vertraut werden in der Sprachstruktur, dann schriftlich). Bei der generativen Textproduktion werden Elemente des Originaltextes mit eigenen Inhalten gefüllt. Auf diese Weise entstehen neue Texte. Die in den Basistexten auftretenden grammatischen Besonderheiten werden dabei nicht explizit thematisiert, sondern nebenbei erwähnt. Die Lernfortschritte der Kinder werden in Lernplakaten, Listen und eigenen Texten deutlich.

Einen weiteren Aspekt bildet die Verzahnung vom Unterricht am Vormittag und offenem Ganztag: Weitere Angebote im Bereich der Sprachförderung bilden die Theater- und Tanz-AG, die gezielte Leseförderung, die iPad-AG sowie die AG „kulturelle Vielfalt“.


DAZ

Alle Schülerinnen und Schüler der GGS Fröndenberg sollen aktiv am Unterricht teilnehmen können. Unser Ziel ist es daher, durch Abbau der sprachlichen Barrieren, den Schülerinnen und Schülern mit nicht deutscher Herkunftssprache eine Lernumgebung zu schaffen, die für das Lernen aller Kinder förderlich ist. So soll jedes Kind gleiche Bildungschancen erhalten. Dabei wird die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler beachtet und wertgeschätzt sowie als Bereicherung der Schulgemeinschaft  wahrgenommen.

1. Dazu bietet die GGS eine DaZ-Sprachförderung mit DaZ-Schülerinnen und Schülern parallel zum Religionsunterricht an. In den homogenen Gruppen arbeiten die Kinder sowohl gemeinsam als auch in  Kleingruppen an dem Erlernen der deutschen Sprache.

2. Damit eine durchgängige Sprachbildung gewährleistet werden kann, findet über den Unterricht hinaus in der OGS-Zeit eine Sprachförderung in unterschiedlichen AGs wie iPad, Lesen, Theater und Experimentieren statt. 

Sprachkurs für Flüchtlinge

Ehrenamtliche Mitarbeiter unterrichten die Flüchtlingskinder zweimal in der Woche in Deutsch als Zweitsprache. Zusätzlich erhalten die Kinder Material, mit welchem sie im regulären Klassenverband zum Teil selbstständig sowie mit Hilfe der Lehrkraft oder ihrer Mitschüler die deutsche Sprache üben können.                     

Sprachsensibler Unterricht

Zur Zeit arbeitet ein Team zudem an einem Konzept zum sprachsensiblen Unterricht um entsprechend den Anforderungen in den Kernlehrplänen einen bewussteren Umgang mit Sprache im Fachunterricht zu gewährleisten, damit einerseits das fachliche Lernen nicht durch sprachliche Schwierigkeiten beeinträchtigt wird und andererseits der Erwerb der Bildungssprache angebahnt werden kann. Das individuelle Sprachvermögen aller Kinder wird durch fordernde fachliche Sprachsituationen gefördert, welche mit Sprachhilfen und Methodentraining bewältigt werden können.