Schuleingangsdiagnostik

Die Schuleingangsdiagnostik geschieht in der GGS auf zweierlei Weise. Zum einen findet sie in gewohnter Form am Tage der Anmeldung Anfang November nach der Einladung durch die Stadtverwaltung statt. Zum anderen kann sie auch in sehr ausführlicher und aussagekräftiger Form innerhalb des Sternstundenprojektes erfolgen.

 

1.) Für alle Kinder, die nicht am Sternstundenprojekt teilgenommen haben, erfolgt die Schuleingangsdiagnostik an einem zuvor vereinbarten Termin in Form eines spielerischen Stationslaufes. Begleitet werden hierbei die Kinder neben den ihnen vertrauten Erzieherinnen von einigen unserer Lehrerinnen und Lehrern, während die Eltern die Anmeldung ihrer Kinder in der Schulverwaltung vornehmen.

Das Schulspiel umfasst an den verschiedenen Stationen die Bereiche

1. Sich selber zeichnen – Händigkeit – Namen schreiben – Stifthaltung – Farbkenntnis

2. Visuelle Wahrnehmung

3. Auditiv Wahrnehmung

4. Grobmotorik

5. Sprachliche Fähigkeiten

6. Pränumerische und mathematische Fähigkeiten

Die Ergebnisse werden protokollarisch für jedes Kind festgehalten und bilden die Ausgangsgrundlage für die Schülerakte. Sie werden den Eltern vorgestellt und im Gespräch erläutert. Hieran können sich gegebenenfalls individuelle Förderempfehlungen für das Kind anschließen, um es in dem langen Zeitraum bis zum Schuleintritt in seiner Schulfähigkeit unterstützen zu können. Auch die Erzieherinnen sind hierbei beteiligt. So können sie im letzten halben Jahr Stärken „ihrer“ Kinder weiter entwickeln und Schwächen abbauen.

2.) Die Kinder unseres Sternstundenprojektes erfahren die gleiche Diagnostik während ihrer regelmäßigen Schulbesuche kontinuierlich über einen längeren Zeitraum und damit in besonders aussagekräftiger Form. Die Einladung zu einem besonderen Diagnosetag ist daher nicht mehr erforderlich. Natürlich stehen den Eltern für Fragen am Anmeldetag entsprechend Lehrerinnen und die Schulleitung zur Verfügung.

Die Schuleingangsdiagnostik erfährt in diesem Fall durch die Einbindung unserer schulsozialpädagogischen Kraft, die jede Kitagruppe kennen lernt, eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Unterstützung, die auch die spätere schulische Weiterarbeit mit dem Kind in seiner individuellen Entwicklung fördern kann.

Die Sternstunden werden im Tandem organisiert, durchgeführt und dokumentiert, so dass nach und nach alle von 1 bis 6 oben genannten Diagnosebereiche in die einzelnen Besuchstage der Kitas eingebunden werden können.

Auf diese Weise entsteht das Portfolio zur Eingangsdiagnostik sukzessive für jedes teilnehmende Kind.

Der Bereich Grobmotorik soll im Besuchsangebot „Kennenlernen des Schulhofes“ und „Spielen in der Turnhalle“ eingebunden werden.

Pränumerische und mathematische Beobachtungen können während des Besuches der Mathematikstunden vorgenommen werden, während die Lese- und die Deutschstunde Gelegenheit zur Wahrnehmung sprachlicher Fähigkeiten bietet. Ebenfalls sprachliche als auch soziale Zusammenhänge zeigen auch die Teilnahme am Tage des Experimentierens auf. Das Selbstbildnis kann während des Besuchstages im Traumraum vorgenommen werden. Einzig ausführlichere Erkenntnisse zur visuellen und auditiven Wahrnehmung der einzelnen Kinder werden im Zeitraum der ersten drei Schulwochen im Rahmen der allgemeinen Diagnostik in der ersten Klassen präzisiert.