OGS "Fuchsbau"

Stärkung der Verantwortung von Kindern auf der

 Grundlage eines gemeinsamen

Bildungskonzeptes der

         Gemeinschaftsgrundschule und der OGS                         

Leitbild:

Dazu leben wir ein gemeinsames Leitbild eines Hauses des Lernens mit dem Ziel die Kinder stark zu machen für das Leben – stark durch die Schule. So können Kinder auch in der Ganztagsschule als ihrem Vize-Zuhause leben und lernen 

                      -mit Freude

                      -mit Herz, Hand und Verstand

                      -auf verschiedenen Wegen

                      -miteinander

                      -verantwortlich für sich, andere und die Umwelt und

                      -mit Wertschätzung für jede Leistung.

 

Entwickelt wird ein Modell, das Teile der Schule in gebundener Form beinhaltet. Die Entscheidung bei der Anmeldung in der Schule besteht zwischen Ganztagsklasse und Halbtagsbetrieb.

 

Struktur- und Organisationsmerkmale der OGS 

Zeitkonzept

Der Ganztagsbetrieb besteht in einer nicht gebundenen Organisationsform als Angebot für alle Schüler/innen, die in der OGS angemeldet sind, in der Zeit von 11.55-16.30 Uhr. Ein nahtloser Übergang zwischen Schule und OGS ist gewährleistet. Es besteht eine Präsenzpflicht an vier Tagen bis mind. 15.00 Uhr. Begründete Ausnahmen sind möglich. Danach besteht ein offenes Angebot bis 16.30 Uhr. Im Notfall können die Kinder bis 17 Uhr betreut werden. Das Mittagessen ist freiwillig – wird aber empfohlen. Von 6.30 - 8.00 Uhr besteht die Möglichkeit der Frühbetreuung. Die Hälfte der Ferienzeiten ist die OGS geöffnet. Für die andere Hälfte besteht eine Kooperation mit der benachbarten Overbergschule. Für alle Schülerinnen und Schüler verbindliche Lernzeiten finden zwischen 14:00 – 14:45 Uhr statt. In der anschließenden Entspannungs- und Freispielphase haben die Kinder die Gelegenheit, an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen. 

 

Raumkonzept

OGS findet in der ganzen Schule statt: Durch die Vernetzung von Unterricht am Vormittag und OGS am Nachmittag bietet eine multifunktionale Ausstattung verschiedener Räume variable Nutzungsmöglichkeiten. Dabei ist die Ausstattung auf die verschiedenen Bedürfnisse der Kinder auszurichten, damit sie sich angenommen- und wohlfühlen. Neben  Klassen- und Gruppenräumen werden Räume für Klein- und Fördergruppen, der Forscherraum, der Werkraum, die Sporthalle, die Aula und der Entspannungsraum genutzt. Die Mittagsverpflegung wird in zwei Mensen angeboten. Durch neue Spielgeräte auf dem Schulhof werden die Bewegungschancen erweitert. Die Schulwiese bietet ein naturnahes Erleben und Entdecken. Bei der Gestaltung von Schulhof und Schulwiese werden die Bedürfnisse des Ganztagsbetriebs vorrangig berücksichtigt.  

 

Personalstruktur

Es werden gemeinsame Strukturen geschaffen, um die Arbeit von OGS und Schule zu gewährleisten. Dazu gehören die Teilnahme an allen schulischen Gremien, Tandemfortbildungen und Weiterqualifizierungen, Teilnahme an der Elternberatungswoche etc.. Zwei Fachkräfte werden als Standard pro Gruppe angesehen, die zusätzlich durch Praktikanten unterstützt werden. Dabei ist die kontinuierliche Begleitung durch feste Bezugspersonen wichtig. Planungs- und Kooperationszeiten mit Träger und Schulleitung sind etabliert.

 

Pädagogische Gestaltungsformen

Förderung und Lernchancen

Die zunehmende Vernetzung von Vormittags- und Nachmittagsbereich beinhaltet eine Fortführung des schulischen Konzeptes über den ganzen Tag, wobei sich Lerneinheiten und Entspannungsphasen abwechseln. Förderkonzepte können durch entsprechende Rhythmisierung weitergeführt werden. Lerninhalte können durch unterschiedliche Methoden vertieft und bearbeitet werden (z.B. im Bereich Naturwissenschaft). So kann selbstständiges, stärkenorientiertes Lernen gefördert werden, ebenso wie Selbstorganisation. Der Weg von Hausaufgaben zu Lernzeiten wird im Kollegium erprobt und durch eine Fortbildung unterstützt. Kindern aus einem bildungsfernen Umfeld kann mehr Chancengleichheit ermöglicht werden. Es besteht für die Kinder die Gelegenheit, sich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren, was für einen großen Teil der Schülerinnen und Schüler in so einem Umfang sicher nicht immer möglich ist. 

  • Alle      Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schule arbeiten an dem Ziel, die Bildungsstandards individuell umzusetzen. Ein Qualifizierungskonzept aller pädagogischen Kräfte in der Schule muss frühzeitig starten, indem Konferenzen, Teamsitzungen und Fortbildungen gemeinsam gestaltet werden. Hierfür sind Zeiten einzuplanen.
  • Die Dokumentation der Lernfortschritte im Portfolio ist bei Bedarf allen schulischen Mitarbeitern zugänglich. Die OGS ergänzt die Dokumentation mit eigenen Beobachtungsbögen.
  • Elternberatung findet gemeinsam oder nach Rücksprache statt.
  • Die Einbindung der Jugendhilfe wird gewährleistet. Ziel sind regelmäßige Präsenz- und Beratungszeiten.

 

Lernkultur

Für den ganzen Tag gibt es ein Unterrichts- und Entwicklungskonzept. Die Tätigkeit des Kollegiums in der Schule greift teilweise in den Nachmittag hinein. Dabei finden persönliche Umstände und Teilzeittätigkeit Berücksichtigung. Die Tätigkeit der Betreuerinnen im Ganztag richtet sich zunehmend nach einem festgelegten Förderkonzept. Grundlage ist ein kindorientiertes Konzept, das einen gemeinsamen Weg zur individuellen Förderung schafft. Der Tag ist angelegt an der in den Lehrplänen festgelegten Kompetenzorientierung und an den Bildungsstandards der Kultusminister Konferenz. Die Qualität im Ganztag orientiert sich am Erreichen der Bildungsstandards. Die Umsetzung guter Lernaufgaben in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sachunterricht ist unabdingbare Voraussetzung.

Ganztagsklassen ermöglichen vielfältige Lernchancen. Lerninhalte können durch entsprechende Angebote vertieft und umgesetzt werden (z.B. Erstellen einer Zeitung). Durch Kontakte außerhalb der Schule können praxisorientierte Ausflüge stattfinden. Leben und Lernen ist enger verknüpft und Schule kann sich direkt auf die Lebenswelten der Kinder beziehen und auf ihre individuellen Voraussetzungen eingehen. 

  • Alle Kinder der      OGS werden mit guten Lernaufgaben an das Erreichen der Bildungsstandards      herangeführt.
  • Dazu wird langfristig erprobt den Werkstattunterricht in Teilen für die OGS zu öffnen.
  • Die Schule erarbeitet ein Hausaufgabenkonzept, in dem Haus- aufgaben durch Lernzeiten ersetzt werden können.
  • Neigungsgruppen am Nachmittag beeinflussen und verstärken das Lernverhalten der Kinder positiv.

 

Partizipation

Eltern werden und bleiben in die Arbeit im Ganztag eingebunden. Träger der OGS bleibt der bestehende Elternverein. In Elternabenden erhalten die Eltern Transparenz in die schulische Arbeit. Sie erhalten strukturiert Informationen über die Entwicklung der Kinder und sind über die bestehende Steuergruppenarbeit über die inhaltliche, organisatorische und finanzielle Entwicklung der OGS eingebunden.

Über das Einüben demokratischer Prozesse im Gruppenrat analog zum Klassenrat erhalten die Kinder Möglichkeiten zur Mitsprache (Essensauswahl, Neuanschaffungen, AG Angebote, …)

 

Freizeit

Den Nachmittagsbereich bestimmen unterschiedliche Angebote aus verschiedenen Bereichen, die eine interessenorientierte und sinnvolle Freizeitgestaltung ermöglichen.                                                     

  • Bewegungsangebote, Tischtennis, Tanz
  • angeleitete und freie Gestaltungsangebote (Töpfern, Malen, Falten)
  • Quiz und Knobelei
  • Freispiel 
  • Bücher und Lesen
  • Feiern von jahreszeitlichen Anlässen und Geburtstagen
  • regelmäßiges Zusammentreffen zum demokratischen Handeln

 

Die Angebote bereichern insgesamt die unterrichtlichen Lernprozesse, indem sie zusätzliche, aufbauende und neue Lern- und Erfahrungsfelder eröffnen. Hier geht es um den selbstbestimmten und selbstgestalteten, weitgehend nicht pädagogisierten und kontrollierten Freiraum.


Einbindung der OGS-Kräfte in Unterricht

Gemeinschaft und soziales Lernen 

  • Eine Ganztagsschule mit ihren vielfältigen Angeboten und unterschiedlichen sozialen Kontakten fördert und unterstützt das soziale Lernen in hohem Maße. Die veränderten Lebenswelten vieler Kinder ermöglichen dies oft nunmehr in eingeschränktem Maße. Bei einem weitergefassten Begriff von Schule werden auch lebenspraktische Bereiche und Kulturtechniken vermittelt, deren Kenntnis oft immer weniger vorausgesetzt werden kann (z.B. Bereich Hauswirtschaft und Esskultur). Kinder im gemeinsamen Unterricht sind bei Bedarf in die Offene Ganztagsschule integriert. Konkret umgesetzt wird die Zusammenarbeit durch die Sonderpädagogin. 
  • Einbindung der Jugendhilfe in den Offenen Ganztag mit Präsenz- und Beratungszeiten ist das Ziel.
  • Erarbeitung eines konsequenten Streitschlichterkonzeptes
  • Hinführung zur ökologischen Verantwortlichkeit