Deutschunterricht

1.     Lehrwerk





Deutschunterricht

 

TINTO ist ein Erstlesewerk für das Lesen und Schreiben Lernen im Anfangsunterricht, mit dem an der Gemeinschaftsgrundschule sehr erfolgreich gearbeitet wird.

Die freie Kombinierbarkeit der Materialien macht eine prozessorientierte Förderung leistungsstarker und leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler möglich. Der klar strukturierte Aufbau ermöglicht den Kindern sehr schnell, selbstständig mit den Materialien zu arbeiten und den Lehrkräften jeder Zeit den Überblick zu behalten.

Zentrales Element der TINTO-Materialien ist die Lauttabelle in Form des Buchstabenhauses: Im Dach befinden sich alle Vokale, Vokalverbindungen und Umlaute. Im Wohnbereich halten sich die Konsonanten auf und im Keller diejenigen Lautverbindungen, die besonders schwierig sind.

 

 


Lesen

Das Buchstabenhaus hilft jedem Kind von Anfang an erfolgreich mit dem Schreiben beginnen zu können. Die Zuordnung der Buchstaben mit den dazu passenden Lauten wird durch den Tinto-Rap und verschiedene spielerische Übungen gesichert. Die Kinder lernen dann zunächst die Laute der Wörter abzuhören und diese  mit Hilfe des Buchstabenhauses in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben. Durch das Schreiben lernen die Kinder das Lesen. Die gelernten Laute können die Kinder mit ein wenig Übung schnell zu Wörtern zusammenziehen und beginnen alle Wörter, die ihnen im Alltag begegnen zu lesen. Bald können sie fließend schon erste Texte und Geschichten lesen.

Mit den Lies-mal-Heften trainieren die Schülerinnen und Schüler die Lesekompetenz selbstständig und in individuellem Tempo.  

Anschließend werden im Tinto-Lehrwerk verschiedene Lesestrategien erprobt, um das Leseverstehen zu üben, z.B. Fragen zum Text beantworten, Fragen an den Text stellen, Zwischenüberschriften finden, Schlüsselwörter markieren. Das Tinto-Lehrwerk bietet viele Texte und Übungen zum Thema Leseverstehen. Vor allem das Kennenlernen und der Umgang mit verschiedenen Textsorten findet in den verschiedenen Kapiteln große Beachtung.

Zusätzlich wird die Lesefertigkeit in allen vier Schuljahren mit dem Schülermaterial Lesen. Das Training“ geschult.  In diesem Leselehrgang werden alle Teilprozesse des Lesens intensiv trainiert. So wird zunächst das schnelle und genaue Dekodieren von Wörtern und Sätzen und das Herstellen von Satz- und Textzusammenhängen geübt. Anschließend wird die Leseroutine ausgebildet und das flüssige Lesen trainiert. Später wenden die Kinder auch hier in verschiedenen Übungen bewusst die Lesestrategien zur Förderung des sinnentnehmenden Lesens an.

Im Sinne des kooperativen (miteinander) Lernens üben die Kinder außerdem in einer Lesekonferenz einen Text mit mehreren Kindern gemeinsam zu erschließen mit dem Ziel, dass jeder Leser sich aktiv mit dem Text auseinandersetzt und seine Gedanken und Meinungen dazu verbalisiert, austauscht und reflektiert.  

Die Steigerung der Lesemotivation ist uns an der GGS ein besonders großes Anliegen. So arbeiten wir mit dem Online-Portal Antolin, welches die Kinder auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen fördert.

In der Schulbücherei haben die jungen Leser dreimal pro Woche die Möglichkeit, sich Bücher aus einem großen Angebot auszuleihen.

Auf die Buchwoche im Frühjahr freuen sich die Kinder immer besonders, wenn sie die Zeit zum ausgiebigen Schmökern in einer gemütlichen Atmosphäre genießen können. Jeden Tag lesen die Kinder eines Jahrgangs in Gruppen oder auch selbstständig ein gemeinsam ausgewähltes Buch. Dazu werden vielfältige lesebegleitende Aufgaben sowie Bastelangebote für die Kinder bereitgestellt. Die Arbeit rund um das Buch wird an einem Präsentationsnachmittag für die Eltern ausgestellt.

Regelmäßige Autorenlesungen regen die Kinder zum Lesen und motivieren zum Schreiben eigener Geschichten an.

Natürlich genießen die Kinder auch im Unterrichtsalltag das Eintauchen in spannende Geschichten, denn Zeit für das Vorlesen eines schönen Buches nehmen sich alle gerne.

 

4.     Rechtschreibung

In der Schuleingangsphase erarbeiten sich die Kinder mit Unterstützung der Lehrkraft die Buchstaben mit dem Hör-Schreib- und Sehpass nach Norbert Sommer Stumpenhorst.

Im Anschluss an den Hör- Schreib- und Sehpass beginnen die Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Lernbereichen der Rechtschreibwerkstatt (Haus der Rechtschreibung) zu arbeiten. 

Mit Hilfe von Diagnosediktaten nach Sommer-Stumpenhorst wird die Rechtschreibung der Kinder von der Lehrkraft regelmäßig analysiert. Im Anschluss daran arbeiten die Schülerinnen und Schüler individuell an den Rechtschreibregeln, bei denen sie noch Schwierigkeiten haben. 

Zusätzlich erarbeiten sich die Kinder ab dem zweiten Schuljahr die Rechtschreibregeln unter Anleitung einer Lehrkraft mit Hilfe eines Rechtschreibheftes.

Parallel dazu werden die verschiedenen Rechtschreibphänomene und Strategien in den verschiedenen Kapiteln des Tinto-Lehrwerks wiederholt thematisiert.

Durch die verschiedenen Zugänge zum Thema Rechtschreibung sollen die Kinder langfristig Rechtschreibregeln konstruieren und im Laufe ihrer Grundschulzeit ein Rechtschreibgespür entwickeln.

 

5. Freies Schreiben

Die Aufsatzerziehung stellt einen wichtigen Bestandteil unseres Deutschunterrichts dar. Die Kinder werden von Beginn an das freie Schreiben eigener Texte herangeführt. Dabei ist das gemeinsame Aufstellen von Schreibkriterien von großer Bedeutung. Unter Berücksichtigung der verschiedenen Kriterien verfassen die Kinder im Laufe ihrer Grundschulzeit verschiedene Textarten, die beispielsweise in Schreibkonferenzen verbessert werden. Auf die Kompetenz eigene Texte zu überarbeiten, legen wir besonders großen Wert. Natürlich erhalten die jungen Schreiber genügend Raum, ihre Texte vorzulesen und auszustellen zur Wertschätzung der Arbeit sowie zur Steigerung der Schreibmotivation.

Zumeist startet jede Woche mit dem ritualisierten Schreiben von Erlebnisberichten über das Wochenende. In ausführlichen Unterrichtsreihen lernen die Kinder Schritt für Schritt das Verfassen eigner Texte, beispielsweise einer Fantasiegeschichte, eines Märchens, eines Zeitungsberichtes, eines Rezeptes, Briefes oder eines Sachtextes. Das Tinto-Lehrwerk regt dabei inhaltlich zu verschiedenen Schreibanlässen an. 

 

Fordern und Fördern

In den Teilbereichen Rechtschreibung und Lesen erfolgt in Kleingruppen in den jeweiligen Jahrgangsstufen Förderunterricht.  Auch im Klassenverband werden die Kinder individuell durch differenziertes Unterrichtsmaterial gefördert und gefordert.

                                                                                                           Sprachsensibler Unterricht

Zur Zeit arbeitet ein Team zudem an einem Konzept zum sprachsensiblen Unterricht um entsprechend den Anforderungen in den Kernlehrplänen einen bewussteren Umgang mit Sprache im Fachunterricht zu gewährleisten, damit einerseits das fachliche Lernen nicht durch sprachliche Schwierigkeiten beeinträchtigt wird und andererseits der Erwerb der Bildungssprache angebahnt werden kann. Das individuelle Sprachvermögen aller Kinder wird durch fordernde fachliche Sprachsituationen gefördert, welche mit Sprachhilfen und Methodentraining bewältigt werden können.